17/07/2026 0 Kommentare
Tandemgespräch zur Kunst: Amol K Patil
Tandemgespräch zur Kunst: Amol K Patil

Amol K Patil: Black Masks on Roller Skates
Die Ausstellung "Resonanzräume" präsentiert einen Ausschnitt aus Amol K. Patils größerem Projekt, das auf der documenta fifteen gezeigt wurde. Von dem indischen Konzept‐ und Performancekünstler wurde eine Auswahl von 13 Skulpturen, 13 Gemälden sowie ein Film erworben.
„Ich schwinge mit einem Vermächtnis“, sagt Patil. Der Künstler knüpft an Theater- und Performance-Traditionen an, die in den Arbeiter*innenvierteln Mumbais verwurzelt sind, ebenso wie an seine eigene Familiengeschichte. Sein Großvater war ein antikolonialer Powada-Künstler, der seine Kritik am Empire mit einer Kritik an der Gewalt verband, die in den abgestuften Ungleichheiten des Kastensystems verankert ist, welches nicht nur die Arbeit, sondern auch die Arbeitenden hierarchisch einteilt. Sein Vater, ein Avantgarde-Schriftsteller, schrieb und produzierte Protesttheater, kritisierte die durch Fabriksirenen bestimmte Arbeitszeit sowie das Schlafen im Schichtbetrieb und intensivierte so dieses experimentelle, emanzipatorische Ethos. „In den Skripten meines Vaters gibt es Abschnitte wie Kommata, mit Gesten und Stimmungen. Ich greife auf diese Hinweise zurück, auf diese andere Körpersprache“, erklärt Patil. (www.project88.in)
Wie werden persönliche und kollektive Geschichten weitergetragen? Welche Rolle können Kunst, Gemeinschaft und institutionelle Veränderungsprozesse bei der Gestaltung einer gerechteren Zukunft spielen? Das Tandemgespräch eröffnet unterschiedliche Perspektiven auf Patils Werk und lädt Sie ein, diese Themen zu diskutieren.
Im Gespräch:
Christoph Baumanns, Beauftragter für Kommunikation in kirchlichen Transformationsprozessen und Franziska Weygandt, Künstlerin
In Kooperation: Hessen Kassel Heritage
Bild: Amol K Patil, Black Masks on Roller Skates (D34), 2023, Hessen Kassel Heritage, Sammlung Kunst des 19. – 21. Jahrhunderts, Städtische Kunstsammlung
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