24/03/2026 0 Kommentare
Autorinnenlesung und Gespräch: Anna Hájková, Das letzte Ghetto
Autorinnenlesung und Gespräch: Anna Hájková, Das letzte Ghetto

Eine Alltagsgeschichte von Theresienstadt
Während des Holocaust bildete sich in der Häftlingsgesellschaft von Theresienstadt eine eigene soziale Hierarchie heraus. Dabei entschieden kleine Unterschiede zwischen den Häftlingen – ihr Alter, ihre Herkunft oder ihre frühere Arbeit – über Leben und Tod. In den dreieinhalb Jahren des Bestehens des Lagers schufen die Häftlinge ihre eigene Kultur und ihre eigenen Gewohnheiten, schlossen sich zusammen, verliebten sich und gründeten neue Familien. Auf der Grundlage umfangreicher Archivrecherchen legt die Historikerin Anna Hájková erstmals eine analytische, transnationale Kultur-, Sozial-, Geschlechter- und Organisationsgeschichte Theresienstadts vor und bietet damit neue Einsichten in die Geschichte des Holocaust. Das Buch erscheint im transcript Verlag Mai 2026.
Dr. Anna Hájková ist Reader for modern European continental history at the University of Warwick. Ihr Buch, The Last Ghetto. An Everyday History of Theresienstadt, erschien 2020 mit Oxford University Press; 2026 erscheint die deutsche Übersetung Das Letzte Ghetto. Eine Alltagsgeschichte von Theresienstadt bei transcript Verlag. Ihr zweites Buch, Menschen ohne Geschichte sind Staub, ist die erste Monographie über queere Holocaustgeschichte und wurde mit dem National Jewish Book Award 2026 ausgezeichnet.
Im Gespräch: Anna Hájková und Arndt Kleesiek
In Kooperation: Bildungsforum St. Michael, Deutsch-Israelische Gesellschaft, Friedrichsgymnasium, Gedenkstätte Breitenau, Stadtbibliothek Kassel. Weitere sind angefragt.
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